Augenarztpraxis Dr. Pöstgens Reken - Diagnostik

Optische Kohärenz-Tomographie(OCT)

Das OCT (optische Kohärenztomographie (Schichtaufnahme)) ist eine Untersuchugsmethode zur detaillierten, hoch auflösenden Darstellung verschiedener Augenstrukturen. Ähnlich eines CTs beim Röntgen werden beim OCT durch Licht (Laserstrahlen) Schnittbilder z.B. von der Netzhautmitte (Makula), des Sehnervenkopfes (Papille) oder des vorderen Augenabschnittes dargestellt. Derzeit ist das OCT die modernste Methode zur Diagnostik von Augenerkrankungen. Auch zur Verlaufskontrolle ist das OCT bei folgenden Erkrankungen unverzichtbar:

1. Netzhauterkrankungen (altersbedingte Makuladegeneration, Veränderungen bei Diabetes oder bei Durchblutungsstörungen, Tumore)

2. Glaukom, erhöhter Augeninnendruck

3. vorderer Augenabschnit (Erkrankungen der Hornhaut (zB Keratokonus), der Regenbogenhaut, der Linse)

Auch zur Berechnung der Kunstlinse für die Planung einer Katarakt-Operation, besonders bei Sonderlinsen zum Ausgleich von Fehlsichtigkeiten (Astigmatismus), ist das OCT sehr gut geeignet.

Die Tomographie ermöglicht es, sehr feine Veränderungen in der Struktur des Auges festzustellen, die mit anderen Methoden nur sehr begrenzt zu sehen sind. Die Untersuchung wird berührungslos durchgeführt, ohne dass eine Vorbereitung des Patienten erforderlich ist, sie ist sicher und schmerzfrei.

Optomap

Die häufigsten Erblindungsursachen in Westeuropa wie die Makuladegeneration, das Glaukom, Diabetes mellitus sowie andere Erkrankungen wie Netzhautablösungen und Tumore können schleichend am Augenhintergrund verlaufen, häufig werden sie zu spät erkannt.

Über 80 % aller Erblindungen könnten durch gezielte, vorsorgende Früherkennung verhindert werden. Das gilt aber auch für die typischen Zivilisationserkrankungen wie Bluthochdruck und Gefäßerkrankungen, die zu Herz- und Schlaganfall führen können.

Hinweise darauf zeigen sich oft sehr früh in den Arterien der Netzhaut. Die Risiken für Erblindung und Gefäßerkrankungen können durch eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt frühzeitig erkannt werden. Durch die neue Technologie der Netzhautuntersuchungen optomap® kann innerhalb eines Augenblicks von 0,25 Sekunden ein digitales Bild erstellt werden, das 200° des Augenhintergrundes abbildet. Die Untersuchung ist vollkommen schmerzlos und ungefährlich und kann sofort ohne Vorbereitung durchgeführt werden. In der Regel genügt eine Aufnahme, um den Großteil der Netzhaut auf einem Bild darzustellen.

Die Untersuchung findet OHNE Pupillenerweiterung statt. Die Schnelligkeit kommt besonders Kindern und älteren Menschen zugute. Der wichtigste Unterschied zu anderen Systemen ist der Ultra- Weitwinkel von 200°. Auf einen Blick können wir nun mit dieser modernen Technik Veränderungen und Krankheitsverläufe am Augenhintergrund auch vergleichend darstellen. Der Blick richtet sich auf Erkrankungen, die möglicherweise ohne Pupillenerweiterung nicht hätten entdeckt werden können. Die optomap® Vorsorgeuntersuchung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen und wird Ihnen daher auf der Basis der GOA in Rechnung gestellt (Informationsmaterial erhalten Sie in unserer Praxis).

HRT

Mit dem HRT wird der Kopf des Sehnerven mittels einer Laserkamera an 147.000 Meßpunkten dreidimensional vermessen. Mit einem Computer wird das Ergebnis analysiert und mit anderen "Norm-Werten" verglichen. Bei nachfolgenden Untersuchungen können über eine Vergleichsanalyse auch kleinste Veränderungen im Zeitverlauf festgestellt werden. Die Untersuchung selbst ist schmerzfrei, ohne Belastung für den Patienten und dauert weniger als 10 Minuten.

Die Untersuchung ist besonders sinnvoll bei Patienten mit Glaukom (hoher Augendruck), da sich der Glaukomschaden am Sehnervenkopf manifestiert. Genauso sollten auch Angehörige von glaukomerkrankten Patienten oder Patienten mit grenzwertigen Augendruckwerten oder fraglichem Glaukom untersucht werden.